Meine Bücher

Posts mit dem Label unabhängige Autoren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label unabhängige Autoren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Mein neuestes Buch




Mein erstes längeres, erotisches Werk geht seinem Ende zu. Dafür habe ich fast sechs Monate gebraucht. Ganz schön lange, wie ich finde, aber ich kann nicht schneller schreiben, egal, wie gern ich es möchte. Denn meine Hauptquelle ist Intuition und auch Inspiration, und die kommen und gehen wie es ihnen beliebt. Ohne sie entsteht nicht diese 'Magie', die ich so wichtig finde, und die mir auch immer wieder bestätigt wird, unter anderem hier http://mctseten.wordpress.com/2012/09/20/violas-wahnsinnslover-von-florella-sander/ letzter Absatz. Diese Sätze sind Balsam, und ich stelle immer wieder fest, dass die Botschaft verstanden wird.
Aber so untätig war ich wiederum auch nicht, ich habe parallel an 2 anderen, längeren Manuskripten gearbeitet, die unter anderen Pseudos laufen, und eins davon wird ein Roman von ca. 150 Seiten werden. Erotik spielt auch darin eine sehr große Rolle, aber keine so große, um erotische Literatur zu sein. Es ist mehr ein Roman, in dem ich meine melancholische Seite auslebe.

Thema des neuen Buches ist eine sehr sinnliche und auch komplizierte Beziehung zwischen drei Personen in der Konstellation zwei Frauen und ein Mann. Der größte Feind dieser Beziehung ist die Eifersucht. Es geht darum, diese nicht nur zu besiegen, sondern auch gleichzeitig zu erkennen, dass der Mensch, auf den jemand eifersüchtig ist, auch eine Bereicherung und ein Gewinn sein kann und nicht nur ein Konkurrent sein muss.(In der Fantasie ist ja so vieles möglich, was im realen Leben oft undenkbar ist)

Hier gibt es mal wieder eine kleine Leseprobe. #saflo-texte über 18

Donnerstag, 21. Juni 2012

Aus meinem Autorenleben - Ideen, Hintergründe, Recherchen


Woher kommen meine Ideen, woher die Hintergründe für die Geschichten? 

Die grob umrissenen Figuren und Themen finde ich sehr oft in allen möglichen Foren (z.B. joyclub), aber auch ganz allgemein in Communitys wie Go feminin, Brigitte, und auch in Psychologieforen usw. 
Meistens habe ich aber eine Figur im Kopf, z.B. einen Voyeur, dann nutze ich die Threads von 'echten' Voyeuren, um mich einfühlen zu können.


Ich wundere mich immer wieder, wie offen und detailliert in diesen Communitys die jungen User und Userinnen über das eigene Sexleben plaudern. Die lachen allesamt über 16+ oder 18+ und haben teilweise mehr Erfahrung und kennen sich besser aus, als mancher mit 30 Jahren (vorausgesetzt, das angelegte Profil ist nicht erfunden, das wäre aber bei der Anzahl Kids, die sich da rumtreiben schon fast unmöglich). Sie schauen keine Pornos, ihr Leben ist ein Porno, und ich denke, bei manchen hat Erotik tatsächlich nur diesen Stellenwert. Quantität statt Qualität. Da müsste es manchmal heißen: nicht unter  14. 
Die Beiträge aus diesen Quellen sind natürlich literarisches No Go. Dazu sind sie oft in einer fürchterlich vulgären Sprache geschrieben. Dann enthalten sie fast immer alles, was ein guter Autor vermeidet: zu viele Adjektive, zu viele überflüssige Wörter, Superlative en masse und anderes Unerträgliches. Die unsortierten, verbalen Ergüsse müssen erst in eine Story verwandelt werden. Selbst, wenn ich phantasielos wäre, würde mir nie in den Sinn kommen, dort nur einen einzigen Absatz abzuschreiben.

Recherchen:
In meinem Buch Rubensfalle wollte ich unbedingt eine Bondageszene haben. Ich verbrachte ungefähr einen Tag damit, über die Google Suche unzählige Seiten aufzurufen. Unter anderem stieß ich dann auf die tradionellen, japanischen Künste des Fesselns. Eine davon ist Kinbaku. Sie wird nach strengen Regeln,  unter verschiedenen Themen und Techniken durchgeführt und unterscheidet sich von Bondage.
Ich finde Recherchen wichtig, denn für self-publishing Autoren lauern die Fehlerteufel sowieso schon überall. Über ein Thema schreiben und keine Grundinformationen haben, kann einem Autor böse angekreidet werden.

Samstag, 4. Februar 2012

#SampleSunday Werbung und warum Fremd'be'werbung so sympathisch ist

Bei Twitter und auch bei FB gehen viele Self-Publishing Autoren inzwischen dazu über, andere Autoren/Künstler/Twitterer ebenfalls zu empfehlen und für sie zu werben.
Die Tweets könnten dabei oft von Werbetextern stammen, so einfallsreich sind sie. In ihnen versteckt sich ein Link, der zum Buch bzw. zur HP oder zum Blog des Beworbenen führt.
Die Wirkung ist größer, als es Eigenwerbung je sein könnte.

Selbstpromotion langweilt irgendwann, ist sehr zeitaufwändig und oftmals nur Schaumschlägerei. Wobei die Verpackung oft mehr verspricht als der Inhalt wert ist. Die egomanische Überheblichkeit erinnert manchmal schon an die Altvorderen der Literatur. Pfeiferauchende, bereits zum Denkmal erstarrte und in Kultursendungen parlierende Wichtigtuer. Auch unter SP Autoren gibt es solche bereits.

So werde ich AutorInnen, die sich sieben Tage in der Woche in jedem Post, Kommentar  und Tweet ausschließlich selbst bewerben, mit ihren Verkäufen, Likes und Favs protzen, höchstens anstandshalber mal einen Tweet retweeten, nie andere empfehlen, bzw. sich nicht mit anderen austauschen und sich überhaupt für das Allergrößte/Genialste halten, nie lesen.
Mir wird schon übel, wenn sie bei jedem Beitrag, bei jeder Freundschaftsanfrage einen Link zu ihrem Buch oder zu dem, was sie sonst noch anbieten, posten.
In meiner Freundesliste/Followerliste haben diese Leute keinen Platz, es muss sich von denen daher bitte niemand angesprochen fühlen. Gegen ein gesundes Maß an Eigenwerbung spricht auch nichts. Allerdings sei es jedem freigestellt, das eigene Marketingverhalten kritisch zu betrachten.
Stolz auf das Erreichte zu sein, möchte ich keinem absprechen. Aber das Gefühl ist doch schöner, wenn es ein anderer herbeiführt und nicht man selbst.
Können AutorInnen ihre eigenen Werke überhaupt objektiv einschätzen?
Sehr schlecht, denke ich, denn die so genannte Betriebsblindheit schmeißt ihnen immer wieder Knüppel zwischen die Beine.

Oder es entsteht im Gegenteil der Eindruck, der Autor könnte Schwierigkeiten haben, sein Werk unter die Leute zu bringen, und muss jetzt um so penetranter trommeln.
Wenn sie gar nicht werben, gelten sie als 'unsicher' ihren Werken gegenüber. Sie würden nicht dazu stehen, heißt es. So manövrieren sie sich in die Mauerblümchenstellung.

Werbung muss also sein.

Mittlerweile weiß ich sicher, dass IndieautorInnen zum Großteil auch von IndieautorInnen gelesen werden, weil sie sich leider immer noch nicht in der anderen Verlagsliteraturwelt u.ä. etablieren konnten.
Man sieht es an den Tweets, an den Feedbacks und an den Empfehlungen, an den Mails, an den Posts, an den Rezis, dass sie sich gegenseitig lesen.
Da liegt es nah, dass Indies auch am besten in der Lage sind, Indieliteratur zu bewerten und zu empfehlen. Davon machen sie Gebrauch.

Eins meiner ersten Books von SP Autoren stammt auch von einer Autorin, die unermüdlich für andere warb und mich allein dadurch auf ihr eigenes Buch aufmerksam machte.Es folgten andere.

Die Langzeitwirkung des Fremdbewerbens liegt auf der Hand: Die Vernetzung und der Bekanntheitsgrad der SP Autoren steigen. Sie werden nicht mehr übersehen. Dabei besteht die Gefahr eines Glasglockensyndroms.
Dessen wird man sich schnell bewusst, wenn man wieder einmal durch die Foren geistert, in denen IndieautorInnen nach wie vor angegriffen, unters Mikroskop gepackt, gemobbt und beschimpft werden. Manchmal werden sie auch nur ignoriert. Auf jeden Fall kommt die Botschaft in der Glasglocke an: Ein Indie ist nichts, ein Hobbyliterat, ein Amateur, er kann nicht schreiben, und sein Werk wimmelt nur von Fehlern. Und Stil? Ein Indie hat keinen, er fabuliert irgendwas zusammen, nicht selten seine eigene Lebensgeschichte.
Dazu kommen dann noch einige 1-2Sterne Rezis, die beim Verlagsautoren zu Rekordumsätzen führen, für den SP Autoren aber auf lange Sicht das Aus bedeuten. Die paar Leser, die sich von Rezis nicht bestechen lassen, sind Ausnahmen.

Aber die meisten von ihnen können schreiben. Die meisten Verlagsautoren können ebenfalls schreiben. Aber einige auch nicht. Sie haben nur das Glück, clevere Marktstrategen gefunden zu haben, die sie in die Bestsellerlisten beamen und ihnen Stammleser bescheren.

Um dahin zu kommen, brauchen SP AutorInnen einen bunten Mix aus Werbung, die anderen nicht so schnell auf die Nerven geht.

Nicht immer easy going.


Dienstag, 25. Oktober 2011

Zeitmanagement

Mein nächstes Minibook ist so gut wie fertig, noch die letzten Korrekturen vornehmen, konvertieren und hochladen. Nebenbei bastele ich einen Trailer. Hört sich nach wenig Arbeit an und braucht eigentlich auch wenig Zeit. Wenn die Zeiträuber nicht wären. Mein momentan größter Zeiträuber ist unsere neue Gruppe für unabhängige Autoren.  iWriters. Auch mein liebster Zeiträuber. Diese Gruppe ist einmalig. Autoren tauschen sich aus, stellen Fragen, geben Antworten, geben Ratschläge zu Covern und äußern Kritik. Gestern gab mir eine FB Freundin einen Supertipp, weil ich einen Soundtrack für den Trailer brauchte. Über diesen jungen Musiker möchte ich jetzt noch nichts sagen und nichts vorwegnehmen. Erst, wenn der Trailer online ist.

Neue Ideen werden bei iWriters vorgestellt, und jeder bringt sich ein. Das sind Dinge, die ein Autor auch in Foren und woanders erhalten kann, wird mancher jetzt denken. Leider kenne ich kein Forum, in dem die Stimmung herzlich ist. Überwiegend ist man dort Beute, über die eine Meute gierig herfällt. Erstmal werden einige angegiftet, weil sie im falschen Bereich posten oder weil sie sich die 5000 Beiträge nicht durchgelesen haben und so unverschämt sind, jetzt ihre banalen Fragen zu stellen. Anders bei iWriters. Die Atmosphäre ist - auch wenn das jetzt vielleicht abgehoben klingt - herzlich und von Pioniergeist geprägt. Small Talk heißt das Zauberwort. Dialoge werden geführt, und da kann man schon mal kleben bleiben.
Aber bald ist es soweit -  dann gibt es die nächste Geschichte von mir.

Samstag, 8. Oktober 2011

Leseproben bei Amazon gefallen mir nicht

Bin ich die Einzige, die mit den Leseproben bei Amazon nicht zufrieden ist?

Ich habe bisher - auch um zu sehen, wie andere schreiben - immer wieder eBook Leseproben von erotischer Literatur (andere natürlich auch)heruntergeladen und mal mein eigenes Leseverhalten getestet. Ich bin davon ausgegangen, dass ich kein Autor, sondern nur Leser bin. Um der Sache noch Dramatik zu verleihen, habe ich mich mit starken Vorbehalten gegen unabhängige Autoren ausgestattet.

Textproben, die eine miserable Rechtschreibung aufweisen und sich vom Stil her im untersten Bereich bewegen, entgehen meiner kritischen Durchleuchtung ohnehin. Da weiß ich nach drei Sätzen, ob ich ein Buch kaufe oder nicht.
Es geht mir um die wirklich guten erotischen eBooks von unabhängigen Autoren. Ich habe festgestellt, dass diese bei meiner Durchleuchtung nicht punkten konnten, und sie können nicht einmal etwas dafür. Es liegt an der Plattform, auf der sie veröffentlichen. Wenn ich als LeserIn ein erotisches Buch erwerbe, möchte ich auch eine erotische Leseprobe und nicht 10 Sätze Content vom Anfang des Buches, die überhaupt nicht erotisch sind, sondern erstmal nur Infos für Leser, damit er in die Geschichte einsteigen kann.
Bei den Romanen geht das noch, aber bei der Kurzgeschichte ist fast jede Leseprobe durchgefallen, unter anderem meine. Wenn dann ein Buch auch noch über 3€ kostet, kaufe ich es gewiss nicht. Wenn ich als unabhängige Autorin schon so denke, wie denken dann erst die Kunden und Konsumenten?
Manche Preise für eBooks sind utopisch, die Summe würde ich nicht einmal für das Printbuch eines Bestsellerautoren ausgeben.

Warum ich das überhaupt schreibe?
Die Autoren können sich noch so sehr anstrengen, wenn sie nicht ein bisschen gesponsert werden, verschwinden sie irgendwann auf Platz 500 und werden von den neuen, nachströmenden Büchern verdrängt. Sie werden schon nach wenigen Tagen von den Autoren, die über Verlag publizieren, nach hinten geschoben. Wer sollte sie dort suchen? Wer macht sich die Mühe, 500 Titel durchzuklicken? Haben Leser nichts anderes zu tun?
Warum ist es nicht möglich, dass ein Autor selbst aussucht, wo seine Probe beginnt und wie lang sie ist?

Donnerstag, 29. September 2011

Kurze Stories für zwischendurch

Meine Erfahrungen mit dem Verkaufserfolg von erotischen Kurzgeschichten sind gut. Bei Amazon gibt es allein im Kindle Erotikgenre über 2000 Bücher, verlegt als Romane und Kurzgeschichten. Der unabhängige Autor hat besonders bei der erotischen Literatur eine Chance, auch ohne Verlag erfolgreich zu publizieren.

Ich gehe davon aus, dass die meisten E-Reader Besitzer diesen auch bei sich haben, wenn sie unterwegs sind. Ähnlich wie bei einem Handy, und mit dem Reader lassen sich Wartezeiten überall wunderbar überbrücken.
Der Vorteil einer elektronischen Bibliothek ist ihr geringes Gewicht. Die Bücher können zu jeder Tag und Nachtzeit, im Urlaub und im Ausland heruntergeladen werden. Die meisten digitalen Bücher (im Besonderen von unabhängigen Autoren) sind günstiger als die gedruckte Version.
Das müssen sie auch sein, um die Konsumenten zufrieden zu stellen.

Auch muss der Leser nicht vor Scham im Boden versinken, wenn er 'Peitsch mich aus', 'Mach mich wild' und so weiter lesen will. Der peinliche Gang in die Buchhandlung bleibt ihm erspart. Erotik ist gefragt, kurz und knapp sollte sie möglichst sein, als Appetithäppchen dienen. Spitzenreiter ist der BDSM Bereich, der fiktive Sklavenmarkt, der mich persönlich nicht sehr zum Schreiben anregt. Überwiegend Frauen werden dort wieder in eine entwürdigende Rolle gepresst, die sie schon zu lange gespielt haben. Sie sind die unterwürfigen Weibchen, die erniedrigt werden dürfen und dabei auch noch Spaß haben. So lange das Spielerei ist - okay, aber wenn da nur Brutalität und Vergewaltigungsfantasien das Feld bereitet wird, finde ich das fragwürdig.

Für Kurzgeschichten ist ein Reader das optimale Medium. Eher ungeeignet für den Roman. Ein Großteil der 'hungrigen' Leserschaft verfügt über eins nicht mehr: über genügend Zeit. Bücher werden verschlungen statt genossen. Die Muße für längere Leseerlebnisse fehlt einfach.
Ich beobachte das sogar an mir.
Während ich mich in der Bibliothek, in der schon die Geräuschkulisse gedämpft und entspannend ist, mit ein paar Büchern in die Sofaecke setze und lese, bzw. in der Buchhandlung ebenfalls in Ruhe durchblättere, bin ich im Internet überhaupt nicht bereit, längere literarische Texte zu lesen und klicke nach 2-3 Absätzen sofort weiter. Weiter. Weiter. Weiter. Wohin eigentlich?
Bei einer digitalen Leseprobe möchte ich auch sofort im Geschehen sein, ich will kein langes Geplänkel vorher, während ich dem Printbuch Zeit gebe, sich zu entwickeln, und weil ich mit der Geschichte wachsen möchte.
Der Reader ist wie das Internet das Medium für unsere schnelllebige Zeit.