Meine Bücher

Freitag, 16. Dezember 2011

KDP Select - Das Ende der Träume?

Meine Befürchtungen gingen schon in die Richtung. Die ersten Autoren, die an dem Amazon Programm Kindle Select teilnahmen, kommen gerade wieder in der Realität an. 5 Tage lang in den Bestsellerlisten zu sein, das waren Höhenflüge, die nun plötzlich enden. Die Augen müssen erstmal verkraften, was sie sehen - plötzlich ist das Buch wieder auf Patz Soundso, und keiner kauft es, weil es nicht bemerkt wird.

Mir steht das noch bevor. Am Sonntag ist es soweit.
5 Tage kostenlos eBooks downloaden - davon machten und machen Leser reichlich Gebrauch. Wenn die Downloadzahlen Verkaufszahlen wären, wäre schon fast ein kleiner Urlaub drin. Auf meine anderen zum Verkauf angebotenen Bücher hatte die Werbeaktion allerdings keinen Einfluss.

Wenn das Selectangebot über mehrere Monate dauert, dann befürchte ich sogar noch weitere Tiefschläge für uns eBookautoren. Die Leser werden nur noch kostenlose Bücher downloaden. Das Angebot ist ja reichlich vorhanden, es gibt ständig Nachschub, weil immer irgendwer sein Buch 5 Tage for nothing anbietet. Der Lesestoff reicht für Jahre. Datenmüll verrottet nicht. Warum also noch ein Buch kaufen?

Hinter der ganzen Werbeaktion verbirgt sich m.E. eine Reisenkampagne mit dem Ziel, den hauseigenen E-Reader zu verkaufen. Wer einen Reader hat, will auch lesen. Indies spielen hier auch die Rolle des Lockvogels. Der Leser deckt sich ein mit kostenlosen eBooks, die Namen der Autoren werden vergessen, es ging auch gar nicht um sie oder um die Qualität ihrer Bücher. Geschenkt nimmt man sie schon, aber ab 99 cent hört das Strohfeuer der Zuwendung dann auch auf.

Amazon vergisst die self-publisching Autoren nicht - sie dürfen kostenlos veröffentlichen, und dafür ist wohl jeder dankbar. Jeder, der schon sinnlos Geld für Manuskripteinsendungen, Printversionen, Druckkostenzuschussverlage und für das Besäufnis nach der Absage hinausgepulvert hat. 

Das Gefühl, verheizt zu werden, bleibt. 


Kommentare:

  1. Wahre Worte Florella...leider.

    Self-publisching Autoren von eBooks werden bald so einen schlechten Ruf haben, wie Books on Demand Herausgeber. Schade eigentlich...

    AntwortenLöschen
  2. wenn Amazon wenigstens schon mal die ganz üblen Werke rausnehmen würde, damit die Leser sehen, dass es auch gute Bücher gibt.
    Florella

    AntwortenLöschen