Meine Bücher

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Ein knackiges 2013!!

Mit diesem Pic und den besten Wünschen für das neue Jahr verabschiede ich mich schon mal für ein paar Tage aus dem Netz. Ich bin über Silvester eingeladen und werde ab morgen kaum online sein.
Eure Florella





©
Gerd Altmann  / pixelio.de

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Eine gewaltige Resonanz auf den Adventskalender

Der Vergleich mit einer Bombe mag in der heutigen Zeit nicht so angebracht sein und der mit einer Naturkastastrophe auch nicht, aber die Wirkung des 'Sexy Adventskalender, Weihnachtsfest im Swingerclub' ist ähnlich.

Seit dem 1.12. gibt es jeden Tag eine erotische Story zu lesen, und das Tolle daran ist, dass es sie an dem Tag des jeweiligen Datums gratis gibt.
Wer also von Anfang an dabei ist, hat Glück. Er bekommt alle Folgen umsonst, hat aber mächtig viele Books in der Kindlebibliothek.
Wer nicht aufgepasst hat oder erst später eingestiegen ist, kann immerhin die gesamte Kollektion erwerben. Das ist sogar ratsam, wenn man etwas Übersicht in der Bibliothek behalten möchte.

Gesamtausgabe Weihnachtsfest im Swingerclub bei Amazon
Die Türchen sind nicht nur zur Weihnachtszeit lesenswert. Deshalb lohnt sich der Kauf allemal.

Die Resonanz zeigt sich in folgenden positiven Leserreaktionen

1.
Dieser Adventkalender ist eine tolle Idee - jeden Tag eine erotische Fortsetzungsgeschichte und das noch dazu am "Türchentag" gratis. Habe mir heute Teil 5 geholt und musste mir sofort die ersten 4 Teile auch kaufen. Die Story entwickelt sich spannend, ich bin schon sehr neugierig, wieŽs weitergeht. (Albert tut mir übrigens ein bisschen leid...)

Endlich mal ein Adventkalender für Erwachsene!

2.
Bin ein Fan dieses erotischen Adventskalenders - mit dieser Folge wirds richtich spannend und ich freue mich schon auf die nächsten Fortsetzungen. Super finde ich auch, das jeden Tag eine Folge gratis ist - die Folgen sind das Geld wert, aber so isses natürlich noch besser! :-)

3.
Hier gehts mal ohne Umschweife und großes Herumreden gleich zur Sache ... Ein Swinger-Pärchen entdeckt im Swingerclub "Hüttengaudi" den S/M-Raum. Erstmal wird alles inspiziert, dann wird gleich los gespielt ... Sie entscheiden sich für ein Räuber-Gendarm-Spiel. Er ist der Polizist, sie diejenige, die bestraft werden muss ... Eine kurze, knackige, von der Autorin Florella Sander gewohnt professionell geschriebene erotische Kurz-Geschichte. Sie lässt sich wunderbar zwischendrin lesen und macht Spaß ... Danke fürs Gratis-Lesen-Dürfen und danke auch für diesen erotischen Weihnachtskalender, der uns täglich gratis eine anregende Story beschert ...

4.
Eine recht vergnügliche Unterhaltung dieser Adventkalender! Jeden Tag so ein kleines erotisches Häppchen, da freue ich mich morgens immer schon drauf - wie damals als Kind auf die Schokolade hinter dem Türchen.
Bin schon neugierig, wie es weitergeht. Der arme Albert wird ja ziemlich geknechtet und diese Daniela, sollte auch mal eine Lektion erteilt kriegen, die ist ja ein richtiges Mistst*ck!

5.
Es ist immer wieder ein Freude, bei diesem erotischen Adventskalender täglich ein virtuelles Türchen öffnen zu dürfen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an all' die talentierten Autoren, die uns dieses tägliche "Weihnachtsfest im Swingerclub" bescheren. Und das - jeden Tag wechselnd - auch noch gratis. Danke. Ich weiß dies zu schätzen. So macht "Warten aufs Christkind" besonders viel Spaß ...

Auch hinter dem 15. Türchen verbirgt sich wieder eine hocherotische Story. "Neue Erfahrungen!" hat die begabte Autorin Florella Sander diese heiße Kurzgeschichte genannt.

Die neuen Erfahrungen darf hier Carl machen. Der ist eigentlich ziemlich wütend. Da kommt ihm Felix Vorschlag gerade recht. "Komm' doch einfach mit ins Fummelzimmer. Es ist dunkel und keiner sieht, dass und wer ...", lautet sein Vorschlag. Carl ist überzeugt davon, dass er seine Wut nur in diesem Zimmer los wird. Und die beiden Männer betreten den Raum. Es ist stockfinster. Nur über der Tür ist ein kleines blaues Licht, das zur Orientierung dient, wenn man gehen möchte ... Und Carl macht seine Erfahrungen in diesem "Darkroom" ...

Das Wort "Fummelzimmer" find ich allerdings besonders nett, das Florella Sander sich hier hat einfallen lassen. Was Carl in diesem Zimmer erlebt, wird offen, ehrlich und ohne Umschweife, völlig direkt erzählt. Ich persönlich fand bei dieser Geschichte die Wortwahl ein kleines bisschen zu derb. Aber das ist nur meine ganz persönliche Empfindung oder einfach ein Leserwunsch und keine Wertung ...

Trotzdem war es schön, Carl hier in das Fummelzimmer zu begleiten ... "Neue Erfahrungen!" ist eine kurze, sexy Geschichte, die sehr schnell gelesen und wie gewohnt anregend ist ... Danke!


6.
Hinter dem virtuellen Türchen 17 des erotischen Adventskalenders "Weihnachtsfest im Swingerclub" verbirgt sich dieses Mal eine kleine, reizende Episode, die nach einer Fortsetzung schreit ... Gar so viel passiert hier gar nicht. Aber so eine kleine "erotische Erholungspause" tut auch mal gut ... Ich schätze, dass "Lady Hellwhip" hinter dem 18. Türchen weiter geht?

Die freche Corinna lässt ihrem Chef Albert hier eine ganz spezielle Behandlung zukommen! Sie findet, dass sie ein höheres Gehalt und überdies fünfzig Prozent der Anteile der Firma plus des Geschäftsführerpostens verdient hat ... Ziemlich dreist ... Aber Albert hat sich von Corinna in den "Operationssaal" entführen lassen und ist nun dort ihrer drastischen Behandlungsmethode ausgesetzt. Er liegt ausgestreckt auf der Behandlungsliege, Knöchel und Handgelenke kräftig mit breiten Fixierbändern gestreckt, ein gewisses Körperteil brennt noch von den gezielten Gertenschlägen, die Corinna ihm unbarmherzig verabreicht hat und seine Mundhöhle war von einem dicken Gummiball ausgefüllt, als Corinna ihre Forderungen stellt ...

Eine kurze, professionell erzählte Episode, eher für S/M-Liebhaber. Wer das mag, der wird sich auf Türchen 18 ganz besonders freuen ...

Ein weiterer Dank an die guten Erzähler ... Das ist der aufregendste Adventskalender, der mir jemals begegnet ist!

7.
Der Titel ist hier Programm! Es geht um Bondage. Diese kurze, erotische Episode ist aber nicht nur etwas für Liebhaber von Fesselspielchen!

Bei dieser Kurzgeschichte dürfen wir einen weiteren Raum im Swingerclub kennen lernen, nämlich die "Katakombe". Immer wieder schön zu lesen, was sich die Autoren so einfallen lassen.

Bettina schaut dabei zu, wie Paul Jenny geschickt verschnürt. Irgendwann kommt Paul auf die Idee, dass Bettina doch eigentlich mitmachen könnte. Und eh sie sich versieht, ist sie plötzlich Teil des Spiels und kommt in einen ganz besonderen Genuss ...

Auch die kurze Geschichte hinter Türchen 18 war wieder ein Genuss zu lesen. Dankesehr! Gesamtausgabe Weihnachtsfest im Swingerclub

8.
Hannah braucht es - aber weiß noch nicht so genau, was eigentlich ...

"Es ist schön mit dir, aber noch nicht vollkommen, ich will selbst herausfinden, was genau meine Lust an die Grenzen treibt ... oder ... darüber hinaus ...", sagt Hannah, nachdem Carl sie in eine Nische, in der sich eine weiche, rote Liege befand, gezogen und sich genommen hat, was er in diesem Moment brauchte ... Carl versichert ihr, dass sie dafür noch Zeit haben ...

Die Pärchen vergnügen sich hier weiterhin im Swingerclub und erleben nicht nur die unterschiedlichsten erotischen Spielarten, sie gehen auch durch ihre Gefühlswelt bergauf und bergab. Und genau das macht die erotische Hüttengaudi auch so spannend. Es geht hier zwar in erster Linie natürlich um "das Eine", aber das Gefühlsleben der unterschiedlichen Menschen kommt auch nicht zu kurz ...

Hinter Türchen 19 verbirgt sich hier ein kurzes, schnelles Stelldichein zwischen Carl und Hannah.

Und wieder dürfen wir virtuell hier einen neuen Raum des Clubs betreten: Die frivole Kellerdisco! Hier gbit es Nischen mit Vorhängen. Und Carl und Hannah vergnügen sich hier auf die Schnelle ...

Ein weiteres Dankeschön für diese kurze erotische Geschichte ... Noch fünf Türchen ... Nie war Advent schöner :-)

Montag, 10. Dezember 2012

Jeden Tag ein neues Türchen

Im Lauf des Vormittags auch wieder gratis!

Auch am Dienstag gibt es wieder eine heiße Story aus dem Swingerclub 'Hüttengaudi' im Salzburger Land.

Folge 11. Bettina hat Carl mächtig eingeheizt, und er kommt langsam in Fahrt. Gemeinsam entdecken sie das 'Fetischparadies'. 


Türchen 11 bei Amazon




Samstag, 8. Dezember 2012

Amazons KDP Tombola - jedes Los gewinnt



Lohnt sich KDP - Select oder nicht. Eine zufriedenstellende Antwort habe ich bisher noch nicht gefunden.
Mein neuestes Buch 'Triambolage' habe ich bei Amazons Verschleuderungsaktion angemeldet und es einige Tage später schon bereut. Ich konnte den Vorgang aber nicht mehr stornieren.

Mein Bauchgefühl blieb schlecht. Das Paradoxe an Kdp Select ist, dass es tatsächlich die Verkäufe antreibt. Dagegen stehen allerdings jedes Mal um die 5oo -700 Downloads, die natürlich schmerzen. Das könnten immerhin auch Verkäufe sein. Ich bin mir auch nicht mehr sicher, ob es auf Dauer dem Autorenimage schaden, dort ständig vertreten zu sein. Es gibt nunmal in den Charts von 10 Büchern mindestens 6, die einfach grottenschlecht sind. Da fotografieren sich anscheinend Autoren selbst auf dem Bett und stellen dann auch noch mit dem gleichen missglückten Cover eine komplette Serie bei KDP ein. Andere (Amerikaner? Russen? ) verschleudern dort ihre von automatischen Programmen übersetzten Werke.

Was auf jeden Fall beim Leser bleibt, ist der entstandene Eindruck - hier wird einer seine Bücher nicht los. Aber for nothing kann man sich die ruhig auf den Kindle laden. Hat ja kein Verfallsdatum und schimmelt auch nicht.
Die wirklichen Lotteriegewinne wären da ein paar gute Rezensionen mehr. Aber damit geizen die Leser. Sie bekommen etwas umsonst, aber sie sind nicht bereit, etwas dafür zu geben. Ein Ungleichgewicht, dass mich zuweilen wütend macht.  Denn es hat für mich mit Geringschätzung und mit Ignoranz zu tun.
  
Ich bin aber nach wie vor der Meinung, dass unbekannte Autoren unbedingt erst einmal diesen Weg wählen sollten, weil sie sonst in Amazons eBook Universum verschwinden. 
Eine unbekannte Autorin bin ich nicht mehr, und mein neues Buch unterscheidet sich im Schreibstil etc. nicht von meinen anderen Büchern, aber es ist trotzdem ein Ladenhüter. Trotz aller Werbung, trotz der positiven Rezension.
Ich glaube den Grund dafür zu kennen: eine 'gierige' Leserschaft wartet auf den kostenlosen Download, und die Leute haben Zeit zu warten. Sie warten schon geduldig, seit Erscheinen des Buches Wochen. Und genauso lange blieb ich konsequent und bot keinen einzigen Downloadtag an. 

Das bringt natürlich auch nichts. So entschloss ich mich doch, das Buch heute einmal gratis anzubieten.







Adventskalender Edition Türchen 8



Gemeinschaftsprojekt von 4 Autoren
24 Tage lang heiße Storys aus dem Swingerclub 'Hüttengaudi' im Salzburger Land


Abgeblitzt - Daniela weiß, was sie will und vor allem, wen sie will.

 Türchen 8

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Adventskalender Edition Türchen 7





Gemeinschaftsprojekt von 4 Autoren
24 Tage lang heiße Storys aus dem Swingerclub 'Hüttengaudi' im Salzburger Land


Männergespräche - Carl vertrödelt die Zeit und bringt sich um den Blowjob, aber er begegnet der geheimnisvollen Hannah


Mittwoch, 5. Dezember 2012

Adventskalender Edition Türchen 6

 Gemeinschaftsprojekt von 4 Autoren.
 24 Tage lang heiße Storys aus dem Swingerclub 'Hüttengaudi' im Salzburger Land.

Fucking Colorado
Mit der ewig geilen Bettina wäre der Westen noch wilder gewesen ... 

6.Türchen - Fucking Colorado

hier gehts zu allen Türchen

Dienstag, 4. Dezember 2012

Adventskalender Edition Türchen 5

 Gemeinschaftsprojekt von 4 Autoren.
 24 Tage lang heiße Storys aus dem Swingerclub 'Hüttengaudi' im Salzburger Land. 
Fünf im Hubschrauber  

Albert darf seiner Frau beim Sex mit anderen zusehen ... Ob ihm das wohl gefällt? 






Montag, 3. Dezember 2012

Adventskalender Edition Türchen 4

Gemeinschaftsprojekt von 4 Autoren.
 24 Tage lang heiße Storys aus dem Swingerclub 'Hüttengaudi' im Salzburger Land.

Miss Santa Claus
Daniela ist hot ... aber wählerisch ... und megascharf auf dunkle Männerhaut,
aber erst einmal will sie den Wettbewerb gewinnen und Miss Santa Claus werden

Türchen 4 - Miss Santa Claus

Heute Gratisdownload (im Laufe des Vormittags)

Bevor der Rausch wieder endet, schnell noch abspeichern







Ich fasse es kaum ... auch wenn es nur kostenlose Downloads sind 

Türchen 3 bei Amazon


Sonntag, 2. Dezember 2012

Adventskalender Edition Türchen 3

Gemeinschaftsprojekt von 4 Autoren.
 24 Tage lang heiße Storys aus dem Swingerclub 'Hüttengaudi' im Salzburger Land. 
Rache ist süß
Getrieben von Rachegelüsten lässt sich Carl gern von Gildo 'swingertauglich' machen ...

am 3.12. gratis

Carl (44) ist Single und Chemielehrer an einer Realschule. Er ist ein eher pedantischer, zurückhaltender Mensch, der vor einigen Monaten von seiner großen Liebe Evi verlassen wurde.
Gildo (42), hat sich vorgenommen, den frustrierten Lehrer aus seiner Lethargie zu reißen. Er überredete seinen Freund Carl dazu, gemeinsam den Weihnachtsabend im angesagtesten Swingerclub zu verbringen: der „Hüttengaudi“ im Salzburger Land …
Carls Story wird von Florella Sander erzählt.

Samstag, 1. Dezember 2012

Adventskalender Edition Türchen 2

Gemeinschaftsprojekt von 4 Autoren.
 24 Tage lang heiße Storys aus dem Swingerclub 'Hüttengaudi' im Salzburger Land.

Ein heißer Tanz 

Bettina ist eine richtig scharfe, gierige Braut …und es passt jeder in ihr Beuteschema ...


Türchen 2 - ein heißer Tanz


Bettina (39) und Felix (47) sind erfahrene Swinger, die in der „Hüttengaudi“ einen geilen Swinger-Weihnachtsabend verbringen möchten.
Sie wohnen in Frankfurt und führen dort gemeinsam ein Outdoor-Fachgeschäft. Beide sind naturverbunden, FKK-Anhänger, und lieben das Klettern, das Wandern … kurz: alles was mit Natur zu tun hat.
Sie führen eine tolerante Ehe – das Swingen haben sie perfekt in ihr Leben integriert. Bettina und Felix besuchen mindestens alle zwei Wochen gemeinsam Swinger- und Pärchenclubs.
Bettinas Story wird von Saskia Pasión erzählt.

Donnerstag, 29. November 2012

Adventskalender Edition Türchen 1


 Gemeinschaftsprojekt von 4 Autoren.
 24 Tage lang heiße Storys aus dem Swingerclub 'Hüttengaudi' im Salzburger Land.

Achtung Rutschgefahr 





Adventskalender Edition 

Albert (46) und Emily (42) aus München sind seit zwanzig Jahren verheiratet. Er ist erfolgreicher Geschäftsmann, sie lebt als Schatten an seiner Seite. Ihre zwei inzwischen erwachsenen Kinder feiern dieses Weihnachten zum ersten Mal alleine mit ihren Freunden.
Emily lädt Albert ein, mit ihr den Weihnachtsabend auf der „Hüttengaudi“ im Salzburger Land zu verbringen – erst bei der Ankunft wird Albert klar, dass seine Frau ihn in einen Bereich ihres Lebens einführen will, von dem er bisher keine Ahnung hatte … doch auch er hat seiner Frau bisher einiges verheimlicht!
Alberts Story wird von Stephanie Doreen Rosenberger erzählt.


Sonntag, 4. November 2012

Frust, Weltschmerz und Jammertweets




Manchmal möchte ich auch meinem Bedürfnis nachgeben und meinen Frust und Weltschmerz in Jammertweets rausjaulen und ihn gebetsmühlenartig Stunde für Stunde twittern.
Erkenntnisse und Weisheiten von mir geben, die mir widerfuhren. Quälende Sinnfragen ins Twitteruniversum schleudern, wo sie wenigstens gelesen, aber auch nicht beantwortet werden. Für Sinnfragen und deren Antworten ist keiner zuständig und ein 'Gott' schon gar nicht. Nun gut, mensch ist vielleicht nicht so allein damit, weil sich viele wiedererkennen.
Und man hat Follower.
Ich würde manchmal überhaupt gern Antworten auf die allerbanalsten Fragen bekommen, doch selbst da hüllt mancher sich sehr gern in Schweigen.
Ich verzeihe viel, nur Unhöflichkeit und Ignoranz nicht. 

aktuelle Gründe gäbe es also …

Eine meiner Weisheiten wäre diese:
Das Leben besteht aus zwei Waagschalen.
Was auf der einen Seite hinzukommt, wird auf der anderen Seite genommen. Erstmal wird ein Leben hinaufgepackt, dreißig,vierzig, hundert Jahre, je nachdem, und dann wird zurückgefordert. Niemand entgeht dem Gläubiger… Profan? Profan ist nur die Erkenntnis, das Erfahren nicht.

Zugegeben - das Leben hat nie behauptet, profan und unkompliziert zu sein. Und wo steht geschrieben, dass es DIR irgendetwas schuldig sei? Den Anspruch stellst nur du selbst.
Du glaubst, es lässt dich an der langen Leine?? Der größte Irrtum überhaupt. Eine lange Leine kann sich genüsslich zuziehen und dich erwürgen. Sie ist nur länger als die kurze, und deswegen dauert es auch länger. Profan.

Auch das Thema Liebe eignet sich gut für die Waagschale. Natürlich wird erstmal viel hineingepackt. Je höher der Flug, desto härter der Fall. Wir wählen immer wieder den höchsten, den besten Flug mit der besten Airline.
Junge Girlies, kaum entjungfert, jammern irgendwelchen Lovern nach und glauben, es gäbe keinen anderen mehr. Wäre es nicht sinnvoller, lieber in die Zukunft zu schauen, statt die Vergangenheit monatelang in Tweet für Tweet zu beweinen?

Warum ich dieses Zeugs, das auch mir mal durch den Kopf geht, nie twittere, sondern es einfach nur für mich behalte, bzw. es irgendwo an passender Stelle in meiner Literatur unterbringe?
Weil ich der Verführung durch Selbstmitleid lange selbst nicht widerstehen konnte. Weil ich im zweiten Teil meines Lebens lieber eine Kriegerin und keine Verliererin sein wollte, wobei ich mit Kriegerin niemand meine, der mit Waffen für unsinnige Ideale in den Krieg zieht.
Weil es Spaß macht, sich jeden Tag neu zu erfinden.

Montag, 22. Oktober 2012

Venus 2012 - unterwegs in höchst erotischer Mission






Noch schriller, noch erotischer und noch größer sollte sie werden, die VENUS Erotikmesse 2012.
Ob sie diesen Anspruch erfüllte, kann ich nicht sagen, ich war nur an einem Tag dort. Wenn mit schrill die Lautstärke gemeint war, hat sie ihn erfüllt. Sehr extrem und eher an eine Disko erinnernd empfand ich die Akustik in den Hallen. Musikbeschallung ohne vorgegebenes Schmerzlimit.

Die Stände der Produkthersteller waren tagsüber nicht allzu gut besucht, so war mein Eindruck am Donnerstag. Großartige Verkaufsgeschäfte habe ich nicht beobachtet. Vielleicht war das an den anderen Tagen anders.
Unter den Produkten in den Bereichen Lingerie, Hygiene, Dessous, Toys, Fetisch & BDSM Artikel, gab es keine großartigen Innovationen zu entdecken. Nur bereits Bekanntes, für das man nicht unbedingt eine Messe besuchen muss. Das Angebot kann sich jeder in weitaus ruhigerer Atmosphäre im Internet anschauen.
Exklusiv und herausragend war da nicht viel, aber einen Anbieter empfehle ich auf jeden Fall - Glass Intimo, der auch unter dieser Adresse im Internet zu finden ist.
Wer das Gefühl von Kunststoff in Vibes, Plugs, Dildos etc. nicht so prickelnd findet und nach Alternativen in Form von Glas oder Edelstahl oder anderen Materialien sucht, wird hier fündig. Auch in Hinblick auf Hygiene, Geruch, Allergien, Krankheiten ist das Material erste Wahl. Wer es mag, kann sogar mit Temperaturen experimentieren. Undenkbar bei den Kunststofftoys. Außerdem handelt es sich um außergewöhnlich ästhetische Kunstwerke, die bezahlbar sind. Als Geschenk machen sie mächtig was her.

Die Menschentrauben, besser gesagt Männertrauben scharrten sich um die paar heißen Girls, die irgendwas anboten, meistens ein paar Zentimeter ihrer nackten Haut zum 'begrapschen'. Manche der XY Chromosomenträger drängelten, als gäbe es die letzte Frau der Welt zu sehen. Es war mir unmöglich, durch den Kreis von Köpfen, Körpern und hochgehaltenen Kameras irgendwas zu erkennen.

Interessant war die Fetisch Area. Auch wer diesem Bereich keine Luststeigerung abgewinnen mag, muss doch zugeben, dass er seine eigene Faszination besitzt. Das begann schon mit den Kinky Horses, die alle Augenblicke den Weg der Besucher kreuzten und später eine Kutsche durch die Hallen zogen.
So konnte man sich auch publikumswirksam ans Andreaskreuz schnallen oder in einen schmiedeeisernen Käfig zwängen lassen. Kichernde, spätpubertierende Mädels ließen sich unter den klickenden Kameras ihrer Begleiter auf einem Bondagestuhl verschnüren. Und fragten: 'Muss ich dabei jetzt geil werden?'

Der Showeffekt durch die Präsenz in den Designerstücken könnte hier für manchen schon der größte Lustgewinn gewesen sein.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Mein neuestes Buch




Mein erstes längeres, erotisches Werk geht seinem Ende zu. Dafür habe ich fast sechs Monate gebraucht. Ganz schön lange, wie ich finde, aber ich kann nicht schneller schreiben, egal, wie gern ich es möchte. Denn meine Hauptquelle ist Intuition und auch Inspiration, und die kommen und gehen wie es ihnen beliebt. Ohne sie entsteht nicht diese 'Magie', die ich so wichtig finde, und die mir auch immer wieder bestätigt wird, unter anderem hier http://mctseten.wordpress.com/2012/09/20/violas-wahnsinnslover-von-florella-sander/ letzter Absatz. Diese Sätze sind Balsam, und ich stelle immer wieder fest, dass die Botschaft verstanden wird.
Aber so untätig war ich wiederum auch nicht, ich habe parallel an 2 anderen, längeren Manuskripten gearbeitet, die unter anderen Pseudos laufen, und eins davon wird ein Roman von ca. 150 Seiten werden. Erotik spielt auch darin eine sehr große Rolle, aber keine so große, um erotische Literatur zu sein. Es ist mehr ein Roman, in dem ich meine melancholische Seite auslebe.

Thema des neuen Buches ist eine sehr sinnliche und auch komplizierte Beziehung zwischen drei Personen in der Konstellation zwei Frauen und ein Mann. Der größte Feind dieser Beziehung ist die Eifersucht. Es geht darum, diese nicht nur zu besiegen, sondern auch gleichzeitig zu erkennen, dass der Mensch, auf den jemand eifersüchtig ist, auch eine Bereicherung und ein Gewinn sein kann und nicht nur ein Konkurrent sein muss.(In der Fantasie ist ja so vieles möglich, was im realen Leben oft undenkbar ist)

Hier gibt es mal wieder eine kleine Leseprobe. #saflo-texte über 18

Donnerstag, 13. September 2012

Trügerisch ...

... und trotzdem wie ein kleiner Rausch.
Leider handelt es sich nur um Downloads, aber manchmal sind auch die kleinen Gaukeleien und Sinnestäuschungen sehr ermunternd.

Nervige 'zufällige' Spiegelszenen in Büchern




Beim Lesen mancher Ebooks wird mir (meistens die weibliche, seltener die männliche Hauptfigur) anhand eines Spiegels beschrieben.

Es mag ja ein gutes handwerkliches Mittel sein, aber langsam stört es mich, wenn gleich auf der ersten oder zweiten Seite die Hauptperson 'zufällig' an einem Spiegel vorbeigeht und 'zufällig' auch noch nackt ist. Dann in schönster, chronologischer Abfolge bei den Haaren beginnt und bei den Füßen aufhört. *gähn*.
Als besonderes Highlight findet sie sich dann 'zufällig' just im Moment schön und begehrenswert, sodass die gesamte Beschreibung in einer erotischen Handlung, in Selbstbefriedigung endet. Dann hat sie aber wenigstens noch einen Zweck erfüllt. Denn das Ziel erotischer Literatur ist ja die Anregung des Lesers.
Manchmal findet sie sich aber nicht begehrenswert, und dann muss ich als Leser von ihrem zu klein oder zu groß geratenem Busen, von den Fältchen hier und dort oder von einem verkniffenen Gesichtsausdruck lesen. 
*stöhn*
Will ich denn wirklich jedes Detail wissen?
Mittlerweile möchte ich dann am liebsten nicht mehr weiterlesen.

Bei einem Buch, dessen Leseprobe ich mir gönnte, hat sich eine Autorin sogar noch selbst übertroffen. Nach dem anfänglichen nonverbalen Flirt mit dem Spiegel waren plötzlich in den nächsten Absätzen noch mehr Spiegel, und als sei das immer noch nicht genug, fanden sich auch noch Schaufenster für die kleinen täglichen Streicheleinheiten des Egos.
*würg*
  
Sollte sich das Aussehen einer Figur nicht durch die Handlung erschließen? Durch Dialoge? In Nebensätzen? Muss gleich alles in einen Absatz geballt werden? Gleich an den Anfang des Buches? Der Autor/die Autorin könnte genauso gut immer wieder spärliche Informationen einfließen lassen. Lange Haare, kurze Haare, kleine Brüste, große Brüste, dick, dünn, es gibt doch unzählige Möglichkeiten, dem Leser diese Information zu vermitteln.  

Ich lese auch Bücher, in denen auf eine ausführliche Beschreibung ganz verzichtet wird, und ich habe bisher nichts vermisst. Entweder schreibt der Autor so gut, dass eine Vorstellung seiner Figuren trotzdem möglich ist, oder er schreibt so gut, dass er diese Infos mühelos im gesamten Text verteilt hat, und der Leser sie im Prinzip gar nicht wahrnimmt, weil sie integriert sind.



Mittwoch, 12. September 2012

Ein paar Worte zu Rezensionen, Bewertungen und so


   
Ich gebe zu, dass Rezensionen immer wieder in mir eine leicht sentimentale Seite zum Klingen bringen.
Ja, ich bin sehr oft total gerührt.

Vor allem dann, wenn ein Leser eine Bewertung nicht in den schnell hingeschleuderten 2-3 Satzformulierungen unters Publikum bringt. Auch da freuen mich natürlich 5 Sterne, aber es ist eben doch nicht dieses Engagement dahinter. Diese intensive Auseinandersetzung mit dem Text. Ich nenne es einfach Wertschätzung. Wertschätzung für das, was ein Autor leistet.

Aktuell geht es um eine neue Rezension oder/und Leseempfehlung für eins meiner Bücher. 'Facetten der Sinnlichkeit'.

SP Autoren brauchen kritische, ehrliche Leser. Ohne sie geht es nicht. Leser und Autoren bedingen einander. Nicht jeder kann schreiben, lesen kann (wohl) jeder. Verstehen ist dann schon wieder eine andere Sache. Und darüber eine Rezension zu schreiben, bedeutet Arbeit.

Was für mich Rezensionen so wertvoll macht, ist die Erfahrung, immer wieder zu erfahren, was ein Leser in meinem Buch sieht. Vielleicht habe  ich absolut nicht das gemeint, was er gesehen hat, vielleicht hat er aber auch den Kern getroffen, und vielleicht findet er noch eine Sache, mit der ich niemals gerechnet hätte. Eine spannende Angelegenheit.


Die Art wie diese Geschichte verfasst ist und sich entwickelt, macht sie zu etwas ganz Besonderem, sie ist mit einer wunderbaren Sinnlichkeit geschrieben - was ihr wiederum eine ebenso besondere Erotik verleiht. 


Wenn ich diesen Satz lese, weiß ich, dass ich verstanden worden bin, dass die Kommunikation zwischen Leser und Autor, zwischen Sender und Empfänger in diesem Fall  stimmt. Das ist nicht immer der Fall, nicht im realen und auch nicht im virtuellen Leben. Deswegen passieren auch so viele Missverständnisse.

Die Qualität ist wichtig, nicht die Quantität. Wahrscheinlich bin ich eher eine Ausnahme, weil es mir nicht wichtig ist, Rezis wie Trophäen zu sammeln und damit herumzuposaunen. Ich habe lieber fünf aussagekräftige, als 50 ohne wirkliche Aussage. Ob sich unzählige Rezis tatsächlich gut auf den Verkauf auswirken, habe ich auch noch nicht herausgefunden. Das mag auch bei jedem Buch, jedem Autor anders sein. 

Donnerstag, 6. September 2012

Give me more Sado, Honey





Die Welt befindet sich im erotischen Taumel wegen eines Bestsellers. Wegen einer Trilogie, deren erster und zweiter Teil bereits erschienen sind. Im Oktober noch einmal 600 Seiten. Insgesamt 2000 Seiten, die nie (wirklich nie?) langweilen?
Wie groß das Leiden inzwischen ist, erfährt man täglich bei Twitter, Facebook und Co. Dort weinen sich die User aus, weil sie bis Ende Oktober warten müssen. Bis endlich der dritte Teil der Geschichte des dominanten Grey und Ana, welche ihm verfiel, erscheint.

Es ist seit Jahren Usus, Romane als Mehrteiler in Hinblick auf Verfilmung zu schreiben. Wenigstens ein Dreiteiler muss drin sein.
Joanne Rowling hat diese Tradition zur Blüte gebracht, Harry durfte nicht sterben, und schon damals sah man diese an Schmerz-Lust erkrankten Gestalten mit ihren leidenden Gesichtern in den Buchhandlungen, wenn wieder ein Band erschienen war. Süchtige waren das, die sich zuvor auch noch mit Schlafentzug gegeißelt hatten. Und wenn es auch nur ein Hirnorgasmus war, der sich entlud - immerhin war es einer.

Trilogien und Mehrteiler sind wir gewöhnt. Aber den Herrn der Ringe gab es als Komplettwerk und nicht zerlegt auf Monate. Auf die Idee, die Filmvorlage zu zerlegen und auf drei quälend langsam vergehende Jahre zu verteilen, kam Peter Jackson. Bei Twilight war es genauso.
Die Vorstellung, es könnten Oktologien oder Dodekalogien werden, ist ein Horror-Lustszenario. Zwölf Jahre, wenn pro Jahr nur ein Film in die Kinos kommt. Eine erregende Vorstellung. Eine Dauererektion, die zwölf Jahre dauert. Wahnsinn.
Wenn einen sonst nichts mehr am Leben erhält, so wenigstens die Hoffnung, noch den letzten Teil eines Films erleben zu dürfen. Denn so lange werden wir Konsumenten solcher Bücher und Filme in der Erregungsschleife festgehalten. Das ist Stress pur und Sado schlechthin. Was geht vor in diesen Köpfen, die das Spiel von Tease and Denial mit uns spielen? Sind das nicht sogar Köpfe von Sadisten, die Spaß an der Macht haben?
Die Ohnmacht, Jahre auf einen Film warten zu müssen, ist unerfüllte Befriedigung, Schmerz, Leiden und Begehren und hat damit die Tore zur Welt des Masochismus längst aufgestoßen.
Welch ein Trost wäre es, diese Werke wenigstens schon vorbestellen zu können, so lange sie 12 Jahre lang in zerlegter Form erscheinen. Schade, dass Kinokarten in diesem Zeitrahmen nicht vorbestellt werden können, aber vielleicht entdeckt bald jemand diese Marktlücke.

Das Buch der Bücher – Shades of Grey. Wie konnte die Menschheit bis heute ohne überleben? Es wird auch einen Film (oder Mehrteiler) geben. Die Schauspieler werden schon gehandelt. Hollywood, bitte zeig Erbarmen und lass dieses vollkommene erotische Meisterwerk nicht von Angelina Jolie und Taylor Lautner spielen. Soweit darf nicht einmal Sadismus gehen, aber da der ohnehin von Masochismus abhängig ist, bzw. sich daraus nährt, sollte die Androhung eines Massensuizids wohl zeigen, wozu Masochisten wirklich fähig sind.

Ist es nicht entsetzlich profan, das Beischlafritual nur auf herkömmliche Weise ohne eine Prise Sado zu vollziehen? Einfach nur rein und raus, sich eben noch durch das Kamasutra vögeln oder mal auf dem Küchentisch, dann iss abba gut.
Es darf gern ein wenig Sado/Maso sein, und ehrlich, geht nicht sogar eine ungeheure Faszination von dieser Variante der Lust aus?
Saso/Maso darf sich jetzt outen. Endlich. Endlich darf man im Supermarkt an der Kasse über Shades of Grey und die Sado/Maso Lust reden. Bei Feuchtgebiete' 'Schoßgebete' hat sich das noch nicht jeder getraut. Apropos, wie hieß doch die Autorin dieser Schmuddelwerke noch? Ist nicht wichtig, E.L.James muss sich jeder merken. Endlich darf man sagen, dass einem der Lover in der letzten Nacht mit der Peitsche die höchsten Wonnen bereitet hat. Man darf sagen, wie prickelnd es war, die Klammern an den Brustwarzen gespürt zu haben, an denen er gezogen hatte. Auch ein Utensil – bekannt als Kopierrädchen für Schnittmuster - erfährt seine wahre Bestimmung erst beim Sado/Maso. Wer möchte nicht einmal ausprobieren, in Ketten und Seilen völlig ausgeliefert zu sein? Besser ein wenig Schmerz, als überhaupt kein Gefühl zu haben. Frigidität ist No Go.
Die Muskelpakete haben ausgedient. Der neue Traummann heißt Grey – geheimnisvoll, dominant, intelligent, und wenn er will, so sanft und liebevoll, dass es schmerzt. Nebenbei auch noch reich und ansehnlich. Kann frau einem solchen Mann oder dessen Plagiat widerstehen? Ich habe Zweifel.

Freitag, 31. August 2012

Merkwürdige Zeitgenossen




In meinem Leben als Autorin kommt es des Öfteren vor, dass jemand ein Feedback für seine Texte u.a. möchte.
Es gibt einen Autor, mit dem ich Texte gern austausche und wo Testlesen für beide Seiten ein gewinnbringendes Erlebnis ist. Meine Texte haben richtig viel gewonnen durch diese Hilfestellung. Die größten Fehler, die passieren können und einem Autor durch dessen Betriebsblindheit nicht auffallen, sind Logikfehler. Ein geschultes Leserauge sieht sie sofort und hat einen Aufhänger, der auch mal zu einer üblen Rezi führen kann.
Ohne ein solches Feedback wäre ich beispielsweise mal mit einem Buchcover hereingefallen. Ich fand es passend, aber mir wurde geraten, es nicht zu nehmen, es sei zu plakativ. Ich bin froh, dass ich diesen Tipp befolgt habe.

Umso  erstaunter bin ich, wenn mir dann Fragen gestellt werden, was ich von einer Geschichte, einem Klappentext, einem Interviewtext, einer Rezi, einem Titel halte, ob man das so schreiben könne, was man besser machen könne und die Umsetzung dann gleich null ist …
Denn ich sehe meine Aufgabe darin, mich sofort mit dem Objekt zu beschäftigen, mir Gedanken zu machen, andere Arbeit zur Seite zu legen. Ich lese Texte zweimal, dreimal, damit mir nichts entgeht, und damit ich sie als Gesamtwerk oder zerlegt betrachten kann. Wenn ich mich näher beschäftigt habe, muss ich wieder zurückgehen können, Distanz nehmen und wieder aus einem anderen Blickwinkel schauen. Dieser Aufwand geht von meiner Zeit ab.
Wenn ich dann feststelle, dass meine Anmerkungen überhaupt nicht umgesetzt wurden und Texte nach wie vor so bleiben, dann frage ich mich, was mein Gegenüber von mir überhaupt wollte. Hält er mich für bescheuert? Ist es Trotz? Ich habe ja seinen Text nicht umgeschrieben, sondern nur Tipps gegeben. Wenn jemand ausdrücklich bittet bzw. fragt, kann er mir auch keine Bevormundung vorwerfen..
Oder bin ich zu ehrlich geworden? Zu kritisch? Zu negativ vielleicht?
Nein, ich sehe mit den Augen des Lesers, dessen Zweifel und Ignoranz uns schnell ins Aus befördern können.
Ich bin keine Lektorin. Ich kann mich nur auf meine inzwischen gewonnenen Erfahrungen berufen. Bei meinem ersten Lektorat fiel ich fast in Ohnmacht. Rot leuchteten mir die Anmerkungen entgegen. Schonungslos war aus meinem Text ein anderer geworden, und ich hatte wenig Lust weiterzumachen.
Wie konnte es jemand wagen …
Der Zustand der Starre dauerte zum Glück nicht länger als einen Tag, dann machte ich mich sofort ans Überarbeiten und erkannte viele meiner Schwächen.
Der große Gewinn war, von diesen Schwächen zu wissen und sie jetzt vermeiden zu können.
Zuerst hatte ich selbst Berührungsängste, wagte nicht, fremde Texte auseinanderzunehmen, weil ich sie nicht zerstören wollte.  

Halten sich denn manche wirklich für so gut, dass sie ihre Werke druckreif finden? Das ist schade, denn es gibt nichts, was man nicht noch besser machen könnte. Es wäre schade auch deswegen, weil man an einem Punkt erstarren würde und keine Entwicklung sichtbar wäre.

Wenn dann Leser in Rezis bei diesen 'Ignoranten' genau die Dinge bemängeln, die mir schon auffielen, dann genieße ich eine stille Genugtuung.

Ich erlebe auch, dass auf meine Antworten überhaupt keine Reaktion kommt, was ich zutiefst unhöflich finde. Ich kenne das Verhalten aus Foren, aber hier geht es nicht um den Austausch im Forum.
Mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen stehe ich deswegen gern zu Verfügung, oder besser gesagt stand ich immer gern zur Verfügung. Jetzt kommt nur noch ein ausgewählter Kreis in den Genuss. Denn ich muss keine Energie sinnlos verschleudern. Ich setze sie dort ein, wo sie geschätzt wird. Wo ich auch ein Danke höre. Ich hoffe, diejenigen wissen das und fühlen sich nicht angesprochen. Es gibt eine Handvoll Menschen im Netz, die mir wichtig sind, manche davon sind mir näher, als andere im realen Leben es je werden könnten.

 Ich lerne immer besser, die Spreu von Weizen zu trennen, und Zeiträuber habe ich genug.


Sonntag, 19. August 2012

Motivierendes aus dem Hintergrund

Immer dann, wenn ich wirklich wieder so weit bin, den Stift hinzuschmeißen, kommt die Motivation aus dem Hintergrund.
Manchmal möchte ich wirklich kapitulieren, immer sinnloser erscheint mir der Kampf gegen die vielen Steine, die einem SP Autoren vor die Füße geworfen werden, und aus denen man irgendwann auch nichts Schönes mehr bauen kann. Die Übermacht der Verlagsgiganten ist immer noch zu groß, obwohl die selbst jetzt um Autoren kämpfen.
Täglich werden neue eBooks auf den Markt geschleudert, die das gleiche Schicksal ereilt. Wer sich nicht in den Charts halten kann, verschwindet im Datenmüll bei Amazon und in den anderen Stores.

In solchen Momenten bedeutet es mir sehr viel, solche Sätze zu lesen:  
          Genau für das Empfehlen solcher Stories habe ich meinen Blog angefangen.

Eine dritteRezi bei Amazon und auch auf seinem Blog bestärken mich dann wieder, weiter zu schreiben.


'Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: diese Kurzgeschichte fängt den Leser von der ersten Seite an ein und lässt ihn bis zum Ende auch nicht wieder los. Der Autorin gelingt es schon mit den ersten Sätzen eine erotische Spannung nicht nur zu beschreiben, sondern auch zum Leser zu transportieren, dass es eine prickelnde Freude ist. Die eigentliche Geschichte ist ein eher intrigantes Spiel von Sybell, der man aber ob ihrer lustvollen Vorgehensweise nicht böse sein kann.
Genau für das Empfehlen solcher Stories habe ich meinen Blog angefangen.'


weitere Feedbacks für (frei formuliert:-)), auch die per Mail oder PN, und über die ich mich ebenfalls sehr freue

  • höllisch geil und sinnlich
  • lustvoll und ein bisschen böse
  • Herzstillstand
  • so feurig, dass Mann einen  einen Feuerlöscher braucht.
  • Die Geschichte spricht sicher Männer und Frauen gleichermaßen an - wie auch die anderen Bücher von Frau Sander
oder folgendes Feedback, nachdem Rubensfalle von Rena Larf in der Erotik Morning Lounge vorgelesen wurde:
Die Stimme von Rena und die Geschichte sind wie geschaffen füreinander.

Rubensfalle gibt es immer noch zum kostenlosen Downloaden bei 1000 Mikes.











Sonntag, 5. August 2012

Fertisch





Soeben habe ich nach einem akkordmäßigen Einsatz vier meiner Geschichten zu einer Collection zusammengefasst und bei Amazon hochgeladen. Ich hatte öfter die Idee, etwas wegen der 99cent Books zu unternehmen, weil sie einfach unwirtschaftlich sind. Aus Zeitgründen und mangelnder Motivation habe ich es jedoch immer verschoben.

Deshalb kam mir der Vorschlag eines Mailfreundes und Autors, mehrere Geschichten in einem Buch zusammenzufassen, gerade recht. Manchmal braucht man doch diese 'Anstupser' von außen, um sich zu bewegen.  
Inzwischen hat sich KDP Select bei Amazon gut etabliert und steht im Prinzip konkurrenzlos da, wenn man nicht über Verlag veröffentlicht. Die kostenlosen Tage sorgen dafür, dass der Autorenname sich bei den Lesern einprägt, und danach ist jedes Buch automatisch lange in den Charts. Deswegen habe ich auch meine damalige Meinung geändert und werde zukünftig meine Books wieder bei KDP Select anmelden.

Dazu auch noch mal ein paar Vergleiche

Veröffentlichen - Dauer - Werbung
Amazon - 2-3Tage, dann online, kein übles Marketing für SP Autoren, besonders KDP Select
Beam eBooks - sofort online - leider kein großartiges Marketing für Autoren. Ältere Werke rutschen nach hinten und werden vergessen. Schade, weil Autoren von 99cent Büchern hier mehr Umsatz machen als bei Amazon
smashwords - sofort online
smashwords retailer, insbesondere iTunes - Wochen bis Monate - Katastrophe
xinxii -  sofort online, aber ohne Wirkung, dort geht nichts
google books - Wochen bis Monate, nur etwas für geduldige Autoren, nur interessant wegen der Google Suche und der Klicks zu den Seiten der Stores. Von daher keine schlechte Eigenwerbung
















Donnerstag, 26. Juli 2012

Mein 'böses' Buch



Auf die Frage, welches meiner Bücher ich am liebsten mag und welches mir beim Schreiben am meisten Spaß gemacht hat, werde ich kaum antworten können. Jedes hat mir Spaß gemacht, für jede Geschichte brannte ich gleich stark.
Aber Rubensfalle ist schon ein besonderes Buch. Sehr weit habe ich mich (damals) damit vorgewagt, wie ich finde. Dabei hatte ich aber immer nur im Auge, wie es auf mich wirkte. Ich bekam anfangs trotz der guten Verkäufe kein Feedback. Für keines meiner Bücher. Ich brauchte schon einiges an Motivation, um den Stift nicht aus der Hand zu legen.
Unter meinen anderen eBooks fristete Rubensfalle erstmal ein Schattendasein, bis es in die kostenlose Werbeaktion von Amazon kam.

Dann kamen Feedbacks, und es fühlt sich schon gut an, wenn Lob für Erotik aus weiblicher Feder überwiegend von Männern kommt. Meine Zielgruppe -Mann möge mir verzeihen- waren aber zuerst nur Frauen. Da konnte ich mich gut eindenken und einfühlen. Ich beobachte immer wieder, dass Frauen zur Erotik gern oder sogar eher übers Lesen den Zugang finden, während Männer dem Visuellen, Fotos, Filme oder Videos eher den Vorzug geben. Das ist meine Wahrnehmung, aber kein pauschales Statement.

'Sehr lustvoll und ein bisschen böse', lautet der Titel einer 5 *****Bewertung bei Amazon. Huch, war das am Anfang meine Absicht gewesen? Ein 'böses' Buch zu schreiben? Eine böse Protagonistin zu erschaffen? EinBiest? Ein Luder?  Etwas strange  sollte Sybell ja wirklich sein, aber eine Böse? Eine Sadistin gar? So sah ich sie doch überhaupt nicht. Sie spielte doch bloß ihre Spiele mit Ulla und Volker. Die eigene Wahrnehmung und die Fremdwahrnehmung decken sich nicht immer.
Musste ich mir um die verbalen Ergüsse meiner Fantasie etwa ernsthaft und in Zukunft Sorgen machen?

Böse ist ein Kompliment. Sybell ist nicht harmlos, und auch nicht nur ein bisschen böse, sondern richtig ausgekocht. Hinter allem, was sie tut, steckt bewusste Absicht. Sie meint es nicht gut. Sie trägt sadistische Züge, auch wenn diese eher in den Bereich psychische Gewalt fallen und wenn sie dabei sogar manchmal liebevoll sein kann. Sie reizt den Rahmen der Macht über andere wirklich bis zum Letzten aus, ohne brutal zu sein.
Auch in der Fortsetzung wird sie nicht lieber, sondern noch experimentierfreudiger.

Wie ist die Geschichte überhaupt entstanden?
Vor 4 Jahren begann ich die ersten Zeilen eines Romans und hatte vor, dieses Kapitel in die Handlung einzubauen. Bis ich feststellte, dass es gar nicht recht zur Handlung passte und auch viel zu erotisch war. So kam ich auf die Idee, diesen Teil als eigenständige Kurzgeschichte zu verfassen.
Oft kamen Zweifel und Fragen: Was bewegt dich, eine solche Story zu schreiben? Welche inneren Abgründe offenbarst du? Geht Sybell nicht zu weit? Oder gibst du sogar viel zu viel von dir selbst damit preis? Vielleicht denkt der Leser sogar, du selbst bist diese gemeine Sybell und hättest alles selbst erlebt, wozu die Ich Perspektive ohnehin gern verleitet.

Alles Quatsch! Fantasie ist nun mal die unerschöpfliche Ressource des Autors. Der Krimiautor schildert auch detailliert manchen Mord und legt nicht nur eine Leiche in den Keller. Es fließt Blut, es wird gestochen, gequält, verstümmelt.
Auch erotische Fantasien gehören zur Person des Schriftstellers und sind ein Teil von ihm. Genauso malt auch mancher Künstler am liebsten Akte und keine Landschaften. Erotik beschäftigt ihn aus irgendeinem Grund. Wichtig ist nur, dass Autor und Leser Fantasie von Realität trennen können. Ein Autor/Leser muss diese Fantasien nicht ausleben, nur weil er darüber schreibt. Ich bin ziemlich tief in meine Fantasie gegangen, damit eine solche Story an die Oberfläche kommen konnte.

RUBENSFALLE Bei Amazon

Viele leugnen ihre 'dunkle','böse' bzw. 'schwache', masochistische Seite, aber jeder Mensch hat diese Seiten in sich.  In der Gesellschaft  genießt der Schwache, das Opfer das Mitgefühl, und das ist auch gut so, sofern es um kriminelle Handlungen geht.
Bei der Erotik muss differenziert werden. Sadisten und Masoschisten bedingen sich gegenseitig, es geht um Lustgewinn bei ihren Handlungen, wenn sie denn in ihrer eigenen Welt ausgetragen werden. Das kann die Beziehung, das kann die BDSM Szene sein.

Seitdem gelingt es mir auch, diese eher als negative, verurteilte Seite anzunehmen und zu ihr zu stehen, denn sie existiert in meiner Fantasie und trotzdem absolut nicht in der Wirklichkeit. Ich darf mir erlauben, sie in schriftlicher Form auszuleben, und ich darf immer wieder Protagonisten erschaffen, die 'böse' sind. Natürlich ist das auch ein Stück Selbstbefreiung, genau wie bei anderen Autoren, die ihre 'bösen' Helden zum Leben erwecken.


Rubensfalle gibt es auch als Hörerlebnis. Rubensfalle: gelesen von Rena Larf

Mittwoch, 27. Juni 2012

Über die E #ff #ff #ff #ff ektivität des FollowFriday



Klicke einmal 'Neue Nachricht verfassen' an, dann öffnet sich ein Fenster, schreibe an den Anfang ein  #ff und kopiere so viele Twitterer hinein (@mit Namen) bis 140 Zeichen voll sind. ªªªª

Wiederhole das, so lange bis deine gesamte Followerliste abgearbeitet ist und sende den Tweet mindestens einmal pro Stunde täglich und retweete die Followerempfehlungen deiner Follower und jener Twitterer, die deine Follower werden könnten.
Weil das alle so machen, kannst du sicher sein, dass du pro Tag mindestens 500 Follower dazubekommst. Vielleicht auch 1000.


____   Cut   ____

Möglicherweise entfolgen dich aber auch 200 User auf einen Schlag, und du verstehst einfach nicht, weswegen. Böse Welt. Keiner liebt mich.

Mal im Ernst, warum soll einem jemand folgen, nur weil da ein #ff steht, dem fünfzehn Namen folgen. Wer klickt die einzelnen Namen an und weswegen überhaupt? Der Tweet sagt doch nichts über den Twitterer aus.
Ich möchte doch wissen, warum ich einem User folgen soll. Hat er was zu sagen? Schreibt er? Malt er? Hat er Fotos anzubieten? Oder interessante Infos auf seinem Blog? Oder schreibt er witzige Tweets, die meinen Tag auflockern?

Glaubt wirklich noch irgendjemand, das solche Tweets Usern nützen?
Im eigenen Netzwerk oder in Gruppierungen gehen sie einem inzwischen auf die Nerven, weil man die erwähnten Leute kennt, denen man folgen soll. Man folgt ihnen ja ohnehin schon. Und wahrscheinlich nerven sie die anderen Twitterer, die folgen, noch viel mehr, wenn sie täglich wie Spam hinausgeschleudert werden.

Viel sinnvoller ist doch anders auf einen User, den man empfehlen möchte, aufmerksam zu machen, z.B. durch einen Link zu seinen Büchern, zu seinem Blog, zu seinen Bildern usw., auch wenn das mehr Mühe kostet.

 Ja, ich bin auf dem besten Weg, mich noch unbeliebter zu machen.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Aus meinem Autorenleben - Ideen, Hintergründe, Recherchen


Woher kommen meine Ideen, woher die Hintergründe für die Geschichten? 

Die grob umrissenen Figuren und Themen finde ich sehr oft in allen möglichen Foren (z.B. joyclub), aber auch ganz allgemein in Communitys wie Go feminin, Brigitte, und auch in Psychologieforen usw. 
Meistens habe ich aber eine Figur im Kopf, z.B. einen Voyeur, dann nutze ich die Threads von 'echten' Voyeuren, um mich einfühlen zu können.


Ich wundere mich immer wieder, wie offen und detailliert in diesen Communitys die jungen User und Userinnen über das eigene Sexleben plaudern. Die lachen allesamt über 16+ oder 18+ und haben teilweise mehr Erfahrung und kennen sich besser aus, als mancher mit 30 Jahren (vorausgesetzt, das angelegte Profil ist nicht erfunden, das wäre aber bei der Anzahl Kids, die sich da rumtreiben schon fast unmöglich). Sie schauen keine Pornos, ihr Leben ist ein Porno, und ich denke, bei manchen hat Erotik tatsächlich nur diesen Stellenwert. Quantität statt Qualität. Da müsste es manchmal heißen: nicht unter  14
Die Beiträge aus diesen Quellen sind natürlich literarisches No Go. Dazu sind sie oft in einer fürchterlich vulgären Sprache geschrieben. Dann enthalten sie fast immer alles, was ein guter Autor vermeidet: zu viele Adjektive, zu viele überflüssige Wörter, Superlative en masse und anderes Unerträgliches. Die unsortierten, verbalen Ergüsse müssen erst in eine Story verwandelt werden. Selbst, wenn ich phantasielos wäre, würde mir nie in den Sinn kommen, dort nur einen einzigen Absatz abzuschreiben.

Recherchen:
In meinem Buch Rubensfalle wollte ich unbedingt eine Bondageszene haben. Ich verbrachte ungefähr einen Tag damit, über die Google Suche unzählige Seiten aufzurufen. Unter anderem stieß ich dann auf die tradionellen, japanischen Künste des Fesselns. Eine davon ist Kinbaku. Sie wird nach strengen Regeln,  unter verschiedenen Themen und Techniken durchgeführt und unterscheidet sich von Bondage.
Ich finde Recherchen wichtig, denn für self-publishing Autoren lauern die Fehlerteufel sowieso schon überall. Über ein Thema schreiben und keine Grundinformationen haben, kann einem Autor böse angekreidet werden.

Dienstag, 19. Juni 2012

Aus meinem Autorenleben - Jubiläum

Im August 'feiere' ich ein kleines Jubiläum, denn vor einem Jahr habe ich das erste erotische eBook veröffentlicht. 
Erkenntnisse daraus werde ich in Häppchen in der Art eines Selbstinterviews weitergeben.

Was waren die größten Schwierigkeiten am Anfang? 
Anfangs war es das Genre Erotik. Für viele ist das Schmuddelliteratur, Schweinkram, und dementsprechend empfand ich zu Beginn die Werbung dafür sehr schwierig. Inzwischen nicht mehr, aber dennoch würde ich beispielsweise auch heute immer noch keinen Tweet mit (s)explizitem Inhalt oder Begriffen wie ficken, Muschi, blasen usw. twittern,  um Leser auf meine Bücher aufmerksam zu machen.

Zum Glück verkauft sich Erotik oftmals als Selbstläufer, wenn bestimmte Dinge beachtet werden. Für mich ist das in erster Linie ein ansprechendes Cover, weil der Leser damit einen ersten Eindruck gewinnt. Selbst aufgenommene Nacktfotos von Bekannten/Freunden o.a. auf dem Teppich und mit schlechter Beleuchtung sind absolut tabu. Ebenso verschwommene Bilder. Der Titel kann ruhig herausfordernd, erregend und erotisch klingen, aber meiner Meinung nach haben Begriffe wie ficken oder Sperma auch hier nichts zu suchen.

Neue Autoren sind auch erst einmal gut in einer Autorengruppe aufgehoben. Dadurch werden sie bekannter, bekommen hilfreiche Tipps und enden nicht im Haifischbecken bestimmter Foren, wo sie als Beute betrachtet werden. 
Oft sind es Indies, die Indieliteratur lesen und auch die 'begehrten' ersten Feedbacks geben. 
Danach kommt man weiter ohne Gruppe. Die Atmosphäre in manchen ist oftmals aggressiv und wenig einfühlsam, und ursprünglich gute Threads verlieren sich endlosen Kommentaren, Kommentieren von Kommentaren, in Gelaber, bei dem es darum geht, wer schneller die Tastatur bedienen kann. Energie dort zu verpulvern, ist Blödsinn. Die sollte jeder Autor lieber zum Schreiben nutzen.

Es bringt mehr, sich locker zu verbandeln, und das ist bei Twitter eher möglich.
Dort ist ein phantastisches Indieautorennetz entstanden, dem inzwischen auch viele andere kreative Menschen oder Nichtautoren angehören. Die Erfahrung, als Erotikautorin angenommen, respektiert, retweetet und erwähnt zu werden, sehe ich als einen kostbaren Erfolg. Viele Feedbacks erfolgen gar nicht über Bewertungen bei Onlinehändlern, sondern über Tweets, Threads, private Nachrichten usw. Das kann ich gar nicht genug schätzen. Auch wenn die Twitterei manchmal in Wahnsinn ausartet.

Sonntag, 17. Juni 2012

Ein Krimi ohne Mord? Erotik ohne Sex? - seltsame Rezensionen



Seltsame Rezensionen

In ihrer Rezension eines erotischen Ebook-Romans beschwerte sich eine Leserin, dass sie das Geschriebene abstoßend und schockierend fände, auch  trotz des schönen Schreibstils.
Und fügte dann noch hinzu, es sei das letzte Buch in diesem Genre

Sie warf dem Inhalt Unmoral vor, weil die Protagonistin Erfüllung außerhalb der Ehe suchte. Weitere Vorwürfe waren zuviel Erotik und Gewaltszenen, die scheinbar ohne Einverständnis der 'Opfer' passierten. 

In erster Linie schöpft wie in jedem anderen Genre ein Autor aus seiner Fantasie. Szenen entstehen, die so passieren können, es aber nicht müssen. Auch in Krimis sind Szenen oft weit fort von der Realität entfernt.

Sich über Erotik in einem erotischen Buch zu beschweren, ist, als würde man sich über einen Mord in einem Krimi beschweren. Im Genre Krimi geht es sehr gewalttätig zu. Das Blut fließt aus allen Poren, es werden einem regelrechte Zerstückelungen und sonstige Dinge präsentiert.
Ich lehne selbst diese frauenverachtenden Werke ab, in denen es vor Vergewaltigungen und Demütigungen der Frau nur so trieft.  Schon in der Leseprobe geht das los. Aber wer einen Roman oder eine Geschichte  liest, die mit BDSM u.a. getaggt ist, weiß, dass ihn kein Vanilla erwartet. Wer das nicht ertragen kann, muss auf das Buch verzichten und nicht von  krankhaftem Voyeurismus besessen, versuchen, sich das Buch schönzulesen. Denn es hat auf jeden Fall seine treue Leserschaft. Es muss einem nicht gefallen, aber das Sexleben vieler Menschen nährt sich aus der Macht über einen anderen. Ebenso gibt es devote Menschen, die Gewalt zu ihrer eigenen Befriedigung brauchen.
Es scheint dennoch tatsächlich so, als würde in diesem Genre die Waage zugunsten der Gewalt gegen Frauen ausschlagen.

Gewalt als solche verurteile ich aufs Schärfste, aber sie ist immer noch besser zwischen zwei Buchdeckeln oder in einem entsprechenden Etablissement, Club oder Studio aufgehoben, als auf der Straße, wenn eine ahnungslose Anhalterin vom Fahrer gegen ihren Willen in den Kofferraum geschmissen wird, damit er sich im Folterkeller an ihr vergehen kann.
Im Unterschied dazu wird in der Szene ausdrücklich das gegenseitige Einverständnis verlangt, und es werden Stoppzeichen verabredet. Davon lese ich immer wieder.
Aber von Moral in einem Erotikwerk zu reden, ist nun völlig daneben. Soll ab jetzt jede Ehe für Erotikautoren unantastbar sein? Der Reiz, die Spannung und die Erregung entstehen erst oft aus dem verbotenen Tun.

Ich springe hier jetzt nicht für diese bestimmte Autorin in die Bresche, denn ich kenne bis jetzt weder sie noch das Werk. Es geht auch nicht um dieses Buch, sondern um die Statements mancher Leser.

Mich ärgert, wenn ich so etwas immer wieder lese. Jeder Leser sollte annähernd wissen, was mit Erotik auf ihn zukommt und nicht sofort ein Werk und dann pauschal alle verdammen.

Samstag, 16. Juni 2012

Tage wie aus dem Bilderbuch



Wenn auskotzen, dann richtig. Genau das mache ich heute.
An besagten Tagen würde ich am liebsten sämtliche Accounts überall löschen, den Stecker aus der Telefondose ziehen, einen Hammer nehmen, Pc und Laptop zertrümmern und alle Vorrichtungen fürs Netz als Sondermüll entsorgen. Danach in einem tibetanischen Kloster für den Rest meines Leben auf Erleuchtung warten.

Diese Welt ist so beschissen!! Aber wie schon Marc Aurel treffend bemerkte:
Es ist dumm, sich über die Welt zu ärgern.
Es kümmert sie nicht...
Marc Aurel
eig. Marcus Aurelius Antonius
röm. Kaiser (161-180) u. Philosoph, 121 - 180
und wie Recht er  hatte.  

Sobald ich bei meine 100% Einsatz bei Twitter und FB zeige, arbeitet das Universum gegen mich.

Die Retweeterei bei Twitter artet langsam in totalen Wahnsinn aus. Für RT's bedanken, von anderen RT's weiterleiten, die sich nur bedankt haben oder anderen jeden Morgen einen Morgengruß schicken *hä?*
Da gibt es den #ff , der eigentlich für Freitag gedacht ist, aber inzwischen auch an jedem Tag getwittert wird. Den#ww, den #SampleSunday und und und.
Fühlt sich wer vergessen? Wurde jemand nicht erwähnt? Warum retweetet XY einen plötzlich nicht mehr? Warum retweetet A eigentlich B zehnmal am Tag aber B dafür A einmal im Monat? Wie blöd ist A? A möchte natürlich, dass B sein eBook liest, aber der hat das sicher nicht vor, weil er nämlich schon an der Spitze steht und denkt, dass er ohnehin besser und genialer schreiben kann.:).
Was da inzwischen täglich auf der TL auftaucht, lässt mich manchmal aufstöhnen. Aber nicht vor Lust.
Muss ich denn wirklich Tag für Tag Steine den Berg hochrollen? Verkaufe ich deswegen nur ein Buch mehr? Nein, im Gegenteil, das ist mir daran ja so suspekt.

Und Follower will ich nicht deswegen, weil da irgendwann mal die 100 000 strahlen soll, sondern weil ich Bücher verkaufen will.
Ich brauche keine, die sowieso nie retweeten und mit mir nur die Zahl ihrer Follower erhöhen wollen. Brasilianische Kiddies und kyrillische Tweets nutzen mir auch nichts. Potenzielle Leser meiner Bücher sind das mit Sicherheit nicht. Selbst, wenn sie mir noch mal 500 neue Follower bescheren, auf die Zahl meiner Verkäufe haben sie keinen Einfluss.
Es ist ein Irrglaube des Künstlers, zu glauben, dass einem Twitterer mit traumhaften Zahlen auch zu traumhaften Verkaufszahlen verhelfen.
Der Sunnyboy aus Brasilien mit seinen 10 000 Followern verfolgt mich nicht, weil er meine Bücher liest und empfiehlt, sondern weil er 100 000 Follower haben und einen Weltrekord aufstellen möchte. Doch darauf muss man erstmal kommen.
Dummerweise denkt man zuerst, dass es in Brasilien auch ein paar deutschsprachige Leser gibt. 

Das 2.Riesen Sozialnetzwerk Facebook ist auch nicht besser.
Ich sehe schon davon ab, mich in Kommentaren zu äußern. Manchmal kann ich es allerdings nicht lassen. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, zuviel preiszugeben. Jeder kann sich ein Bild über meine Persönlichkeit zusammenstricken, wenn er will. Die aber gar nicht meine Persönlichkeit ist.
Leider haut man da auch schnell mal auf die Tastatur, gerade wenn Threads so interessant sind. Dabei passieren Rechtschreibfehler, spontane Äußerungen, die missgedeutet werden können. Es kommt auch zum 'Herumalbern', zu Rückfällen in regressive Phasen, aber ob das immer für die Öffentlichkeit geeignet ist, bleibt dahingestellt.

In den Gruppen (bis auf eine, in der ich noch bin, und wo es *staun* immer noch friedlich zugeht) ist eine 'Pack schlägt sich Pack verträgt sich' Mentalität zu beobachten, die mich vor Lachen schreien lässt.
Da verstehen sich plötzlich wieder Leute, die sich gehasst haben.
Im Grunde gönnt aber keinem dem anderen die Butter aufs Brot.
Immer die gleichen Themen werden durchgehechelt: Man schimpft auf KDP Select, man schimpft auf Gefälligkeitsrezensionen, auf gefakte Likes und fragt sich, ob man Werke, die schlecht laufen, vielleicht in Printform bringen soll?????     

Seid froh, wenn euch Indies rezensieren und nicht die andere Meute Leser, die z.B. in den Foren von Amazon usw. ihr Unwesen treibt. Die sind nicht nur ehrlich, sondern gehässig, beleidigend, aber leider oft kompetent. So lange es nicht übertrieben wird und nicht ständig diese inkompetenten 1-2 Sätze-Rezis da stehen, sind doch Rezis von Indies okay. Warum sollen sich Indies nicht gegenseitig lesen und dann bewerten? Viel Text beweist doch auch, dass sich der Rezensent Gedanken gemacht hat.
Sehr auffällig und zum Lachen ist dabei, dass sich die Leute, die sich in FB Gruppen so gegen diese Rezis aussprechen, selbst die Übelsten haben, besonders im Genre Erotik. Auch Rezensieren ist ein Handwerk, genau wie Schreiben. 1-2 Sätze Lobhudelei in sehr grenzwertiger Grammatik. Nichts zum Schreibstil, nichts zum Text, aber ein Hinweis, dass der Prickelpegel gesteigert hat (!!!) Hinweise zur mangelhaften Rechtschreibung des Autors, aber in 2 Sätzen 4 Fehler.
Diese Autoren haben auch keine Bedenken, bei mehreren schlechten Rezis ihre alten Werke stillzulegen und einfach ein neues eBook hochzuladen.

Wer mich jetzt nicht mehr mag, hat leider Pech. Ich muss auch nicht bei jedem beliebt sein. Es gab Zeiten, da war mir das wichtig.
Ich habe mich wenigstens ausgekotzt.